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Was Sie wirklich motiviert.

Daniel H. Pink | ISBN 978-3-902404-95-4 | ecowin | 285 Seiten

 

Der Autor meint:

»Mit anderen Worten können Belohnungen eine seltsame Art und Weise von Verhaltens-Alchemie bewirken: Sie können eine interessante Aufgabe in eine Schufterei verwandeln. Sie können Spiel in Arbeit verwandeln.«

Fokus & Botschaft des Buches

Das vorliegende Buch nimmt Belohnungs- oder Bestrafungssysteme genauer unter die Lupe und stellt ein Konzept vor, das auf dem Bedürfnis nach Selbstbestimmtheit, Lernen und Dinge zu erschaffen beruht. Anhand konkreter Beispiele zeigt Pink auf, wie weit Wissenschaft und Wirtschaft in Sachen Motivations-Know-how auseinandertriften. Er stellt das Typ-I-Verhalten dem eher antiquierten Typ-X-Verhalten entgegen und bietet sowohl Werkzeuge als auch Übungen an, um Motivation zu wecken.

 

Von mir ausgewählte Impulse für Sie

Eine von mir getroffene Auswahl an interessanten Aussagen von Brendon Burchard fasse ich Ihnen zu Ihrer Inspiration nachfolgend zusammen:

 

Zuckerbrot und Peitsche: Die sieben fatalen Fehler (von »Wenn-Dann« – Belohnungen)

1. Sie können die intrinsische Motivation auslöschen.

2. Sie können Leistung schmälern.

3. Sie können Kreativität vernichten.

4. Sie können wohlwollendes Verhalten verdrängen.

5. Sie können Betrügereien, Abkürzungen und unethisches Verhalten unterstützen.

6. Sie können abhängig machen.

7. Sie können Kurzzeitdenken fördern.

Typ I und Typ X

Nach Pink gibt es zwei Motivationstypen: Typ I und Typ X. Das Verhalten von Typ-I basiert auf intrinsischen Wünschen, jenes von Typ-X auf extrinsischen Anreizen.

 

Selbstbestimmung, Perfektionierung und Sinnerfüllung

Diese Aspekte sind die Basis des Typ-I-Verhaltens, welche sich folgendermaßen zeigen:

Das Typ-I-Verhalten ist erzeugt, nicht angeboren.

Auf lange Sicht übertrifft die Leistung der I-Typen fast immer die X-Typen.

Typ-I-Verhalten verschmäht weder Geld noch Anerkennung.

Typ-I-Verhalten ist eine erneuerbare Energiequelle.

Typ-I-Verhalten begünstigt besseres physisches und mentales Wohlbefinden

Selbstbestimmung durch Aufgabe, Zeit, Technik & Team

»Wenn man Mitarbeitern nicht genug bezahlt, wird man sie verlieren. Darüber hinaus ist Geld kein Motivator. Wirklich wichtig sind andere Faktoren.« [Cannon-Brooks]

 

 

»Stellen Sie gute Mitarbeiter ein und lassen Sie sie in Ruhe arbeiten.« [William McKnight]

 

»Wenn von einem erwartet wird, mehr als 2000 Stunden zu verrechnen, ist es schwer, den Verlockungen zu widerstehen, nicht mehr als die tatsächlich aufgewandten Stunden zu verrechnen.« [William Rehnquist]

Perfektionierung

Typ-X-Menschen wollen Intelligenz zeigen, Typ-I-Menschen ihre Intelligenz weiterentwickeln. Typ X-Menschen setzen Leistungsziele, Typ-I-Menschen Lernziele. Typ-X-Menschen empfinden Anstrengung als ein Zeichen von Schwäche, Typ-I-Menschen als einen Weg zur Perfektion.

»Anstrengung ist eines jener Dinge, die dem Leben einen Sinn geben. Anstrengung bedeutet, dass man sich um etwas bemüht, was einem so wichtig ist, dass man dafür bereit ist, zu arbeiten.« [Carol Dweck]

 

»Es gibt keinen Grund mehr, länger daran zu glauben, dass nur unwichtiges «Spiel» Spaß machen kann, während das ernste Geschäft des Lebens als Bürde getragen werden muss. Wenn wir erkannt haben, dass die Grenzen zwischen Beruf und Spiel nur künstlich sind, können wir die Dinge in die Hand nehmen und den schwierigen Versuch starten, das Leben lebenswerter zu machen.« [Mihaly Csikszentmihalyi]

Sinnerfüllung über Ziele, Worte und Strategien

»Sinnerfüllung liefert die Aktivierungsenergie für unser Leben« [Mihaly Csikszentmihalyi]

 

»Als emotionaler Katalysator kann Gewinnmaximierung die menschliche Energie nicht vollständig mobilisieren. … Die Ziele des Managements werden normalerweise mit den Worten Effizienz, Vorteil, Wert, Überlegenheit, Fokus und Differenzierung beschrieben. So wichtig diese Zielsetzungen sind, sie werden nie die Herzen der Menschen bewegen.« [Gary Hamel]

Tipps für Organisationen

1. Versuchen Sie die »20-Prozent-Zeit«. (Eine Initiative, bei der Mitarbeiter 20 Prozent ihrer Arbeitszeit mit einem Projekt ihrer Wahl verbringen können.)

 

2. Fördern Sie die «Nun-Da«-Belohnung unter Gleichgestellten. Diese werden erst dann angeboten, wenn die Aufgabe erfüllt ist.

 

3. Führen Sie ein Selbstbestimmungsaudit durch.

 

4. Machen Sie drei Schritte in Richtung Kontrollverzicht: Beziehen Sie Mitarbeiter bei der Zielsetzung ein, verwenden Sie eine nicht kontrollierende Sprache, halten Sie Büro-Sprech-Stunden ab.

 

5. Fragen Sie sich und ihr Team: »Wessen Sinnerfüllung ist es eigentlich?«

 

6. Evaluieren Sie: Sprechen Ihre Mitarbeiter von Ihrem Unternehmen als »Wir« oder als »sie«?

 

7. Fragen Sie sich: »Wie kann das aktuelle Umfeld Selbstbestimmung, Perfektionierung und Sinnerfüllung fördern oder verhindern?«

 

8. Fördern Sie »Goldlöckchen-Aufgaben«, also Aufgaben, die weder zu leicht noch zu schwer sind und ein Flow-Gefühl vermitteln.

 

9. Machen Sie aus Ihrem nächsten Betriebsausflug einen FedEx-Tag. Bei Fed-Ex-Tagen können sich Mitarbeiter selbstbestimmt 24 Stunden mit einer Aufgabe ihrer Wahl befassen. Anschließend präsentieren sie ihre Ergebnisse dem Rest des Unternehmens.

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